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wir waren doch alle mal jung …

Posted by admin on Okt 21, 2008 in am thema vorbei

Als der 18. Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Joseph Ackermann, werbewirksam versprach, es würde sich schämen, während der momentanten Krise Staatshilfe in Anspruch zu nehmen, reagierten Bundeskanzlerin und Finanzminister pekiert. Nur der alte, weise Mann der SPD, Franz Müntefering, blieb mit einer für Politiker untypischen Ehrlichkeit gelassen: “Jeder gibt mal ein Interview, das nicht stimmt.” Und weiter: “Ich kann das nur seinem jugendlichem Übermut zugute halten.”

Richtig. Ackermann ist nicht nur 18. Chef seines Instituts - und damit gerade so volljährig - sondern auch im wirklichen Leben erst 61 Jahre alt. Also höchstens im sechsten Frühling seiner selbst. Und der neue, frühere SPD-Vorsitzende weiß mit seinen unglaublich alten 68 Jahren genau wovon er spricht. Nicht alles stimmt, was man so von sich gibt, meistens liegt es an der Jugendlichkeit und mangelnder Erfahrung.

Ein Auszug von gesagtem und anders gemeinten:

Völlig sinnentleert und im zarten Alter von 65 sagte der heutige Methusalem Münte über Andrea Nahles: “Die kann Partei.”, meinte aber: “Die kann uns mal.” Im selben Jahr erfand er auch die “verantwortungslosen Heuschrecken”, die durch Fehlinterpretationen der Presse für den Niedergang der Wirtschaft verantwortlich gemacht werden sollten. Gemeint waren allerdings tatsächlich “verantwortungslose Heuschrecken”, also Viecher, die in Überzahl wichtige Nahrungsmittel vor allem in dritten Welt vernichten.

Höhepunkte missverständlicher Aussagen aus seiner Jugend (64 Jahre) waren jedoch die Bekenntnisse “SPD-Vorsitzender ist das schönste Amt neben dem Papst” und “zwischen uns (Schröder und Münte) passt kein Blatt Papier”. Er meinte eigentlich “SPD-Vorsitzender ist das schönste Amt auf dem Papier” und “zu uns (Schröder und Münte) passt kein Papst”.

Nur einmal sagte er in seinen jungen, wilden Jahren (2004 - 2005) die Wahrheit. “Ich kann nur kurze Sätze.”

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Guten Morgan Stanley*,

Posted by admin on Okt 20, 2008 in am thema vorbei, kritik von oben

wenn es dir einmal nicht so gut gehen sollte, kannst du dich vertrauensvoll an unseren Vater Staat wenden. Für dich und deines Gleichen tritt heute ein Rettungspaket in Kraft; doch Vorsicht: alles hat seinen Preis …

Nicht nur dass die Staatshilfe pro Bank auf jämmerliche 10 Millarden EUR beschränkt ist, die Regierung will sich bei finanziellem Engagement auch in die Geschäftspolitik einmischen. Von den zehn Millarden dürfen nur Millarden für sogenannte Risikooptionen verwendet werden. Da fragt man sich doch, wer ist hier der Profi? Doch damit nicht genug. Managergehälter werden bei Staatssupport auf Beinahe-Sozialhilfe (in Worten fünfhunderttausend EUR) gesenkt. Dies als Karriereknick zu bezeichnen, wäre noch stark untertrieben. Gott sei Dank, soll es auch Ausnahmen geben.

Weiterer Wermutstropfen: Institute, die einmal der Droge Staatshilfe verfallen sind, können sich von allen Dividenden im Zeitraum der Teilverstaatlichung verabschieden; denn die will der feine Herr Finanzminister in einem Fonds gewinnbringend anlegen. Da sind Montagsdemos der Bankenaktionäre vorprogrammiert.

Diese neue Art des Sozialismus ist übrigens bis 2012 beschränkt. Warum aber ausgerechnet die BayernLB sich als erste Bank an den Pranger stellen möchte und noch vor dem Inkrafttreten Interesse an diesem Schnellschuss des so genannten Rechtsstaates angemeldet hat, ist nur auf den ertsen Blick überraschend. Uli Hoeneß möchte die Abfindung für Jürgen Klinsmann bei einer möglichen Vertragsauflösung finanzieren.

Es gibt sie also noch: Manager, denen man vertrauen kann und die nicht in jedem knappen Sieg, z.B. in Karlsruhe, eine Galavorstellung erkennen wollen …

* oder jede andere Bank

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(k)ein Kompliment

Posted by admin on Okt 17, 2008 in am thema vorbei

Man möchte beinahe sagen, dass die Rezession mit Spannung erwartet wird; und doch überwiegt zur Zeit die Angst davor, das die Wirtschaft stagniert oder gar “abschwingt”. Die wichtigsten Indikatoren sind fallende Börsenkurse, überfüllte Lager und sinkende Preise.

Bezogen auf letztgenanntes und im Zusammenhang mit dem Rohstoffmarkt, entsteht mit folgender (neuen) Börsenweisheit ein ganz neues Sprichwort: “Das geht runter wie Öl.”

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Der Mindestlohn kommt

Posted by admin on Okt 16, 2008 in am thema vorbei

Für die Freunde des Humankapitalismus geht es  trotz erneut einbrechender Börsenkurse wieder aufwärts. Die Verbraucherpreise sinken; und für Unternehmer, die mit Verbrauchern nicht so viel anfangen können, soll es bald echte Bänker für nur noch 500.000,00 EUR im Jahr geben. Kein Wunder bei der sinkenden Nachfrage.

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Typisch!

Posted by admin on Okt 10, 2008 in am thema vorbei

Lange angekündigt, lange diskutiert und dann doch nur auf die lange Bank verschoben. “Liebe Anleger, die Ankunft der Deutschen Bahn an der Börse verschiebt sich wegen der internationalen Finanzkrise auf unbestimmte Zeit. Bitte nutzen Sie auch unser reichhaltiges Angebot im Bordrestaurant: Heute: Hinterschinken vom Dachs.”

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