Guten Morgan Stanley*,

Posted by admin on Okt 20, 2008 in am thema vorbei, kritik von oben |

wenn es dir einmal nicht so gut gehen sollte, kannst du dich vertrauensvoll an unseren Vater Staat wenden. Für dich und deines Gleichen tritt heute ein Rettungspaket in Kraft; doch Vorsicht: alles hat seinen Preis …

Nicht nur dass die Staatshilfe pro Bank auf jämmerliche 10 Millarden EUR beschränkt ist, die Regierung will sich bei finanziellem Engagement auch in die Geschäftspolitik einmischen. Von den zehn Millarden dürfen nur Millarden für sogenannte Risikooptionen verwendet werden. Da fragt man sich doch, wer ist hier der Profi? Doch damit nicht genug. Managergehälter werden bei Staatssupport auf Beinahe-Sozialhilfe (in Worten fünfhunderttausend EUR) gesenkt. Dies als Karriereknick zu bezeichnen, wäre noch stark untertrieben. Gott sei Dank, soll es auch Ausnahmen geben.

Weiterer Wermutstropfen: Institute, die einmal der Droge Staatshilfe verfallen sind, können sich von allen Dividenden im Zeitraum der Teilverstaatlichung verabschieden; denn die will der feine Herr Finanzminister in einem Fonds gewinnbringend anlegen. Da sind Montagsdemos der Bankenaktionäre vorprogrammiert.

Diese neue Art des Sozialismus ist übrigens bis 2012 beschränkt. Warum aber ausgerechnet die BayernLB sich als erste Bank an den Pranger stellen möchte und noch vor dem Inkrafttreten Interesse an diesem Schnellschuss des so genannten Rechtsstaates angemeldet hat, ist nur auf den ertsen Blick überraschend. Uli Hoeneß möchte die Abfindung für Jürgen Klinsmann bei einer möglichen Vertragsauflösung finanzieren.

Es gibt sie also noch: Manager, denen man vertrauen kann und die nicht in jedem knappen Sieg, z.B. in Karlsruhe, eine Galavorstellung erkennen wollen …

* oder jede andere Bank

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